Das linguistische Forschungsprojekt "Grammaticalization and (inter)subjectification" ist ein auf fünf Jahre (2007 bis 2011) angelegtes Kooperationsvorhaben zwischen fünf belgischen Forschungseinrichtung und dem Lehrstuhl von Prof. Dr Gabriele Diewald. Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Programms "Interuniversity Attraction Poles (IAP), Phase VI" des belgischen Wissenschaftsministeriums.
Die Projektpartner finden Sie unter folgendem Link:
http://www.belspo.be/belspo/Fedra/proj.asp?l=en&COD=P6/44
Das Projekt ist im Kontext der aktuellen linguistischen Forschungen zur Interaktion von strukturellen und semantisch-funktionalen Faktoren und Prozessen beim Sprachwandel angesiedelt, die in der Forschung unter den Stichworten Grammatikalisierung und (Inter-)Subjektivierung diskutiert werden. Es verbindet kognitive und typologische Ansätze mit Sprachwandeltheorie und Grammatikalisierungsforschung und schlägt zugleich eine Brücke zwischen der Erforschung indoeuropäischer und afrikanischen Sprachen (insbesondere der Bantu-Familie).
Methodologisch setzt das Projekt auf eine enge Verzahnung von empirischer, auch diachroner "Tiefenanalyse" mit breit angelegter, typologisch-arealer Vergleichsforschung. Die Detailstudien sind vorwiegend für germanische und romanische Sprachen vorgesehen, die aufgrund der guten Überlieferungssituation auch epochenübergreifende historische Fragestellungen erlauben. Der typologische Vergleich erfolgt anhand eines repräsentativen Sprachensamples der Sprachen der Welt mit einem zusätzlichen Akzent auf den Bantusprachen.